Alles nur Käse?

Sorgen die Kompositionen von Wolfgang Amadeus Mozart wirklich dafür, dass der Käse frischer, fröhlicher und lieblicher schmeckt als bei den Raps von N.W.A. oder dem Punk der Simple Minds? Ein Schweizer Käsehersteller ist überzeugt davon und macht den Praxistest.

Musik für bessere Milchproduktion

Es gab ja bereits mehrere Versuche, um herauszufinden, ob Kühe zum Beispiel bei klassischer Musik mehr – oder bessere – Milch produzieren als bei Rap oder Heavy Metal. Auch fand man heraus, dass das einzige Tier, das von Heavy Metal angelockt wird, trefflicherweise der weiße Hai ist. Und werdende Eltern nutzen gerne eine bestimmte Art von Kopfhörer für den Bauch, damit das ungeborene Baby mit Brahms, Mozart und Beethoven beschallt werden kann – angeblich sorgt diese Art der Stimulierung dafür, dass das Baby nachher intelligenter wird. Und dass Kinder im Bauch der Mutter bereits auf Musik reagieren, ist eine erwiesene Tatsache. Lediglich das mit der klassischen Musik ist, so gern wir das auch behaupten würden, leider (noch?) nicht erwiesen. Was aber definitiv erwiesen ist: Musik kann sich positiv auf die Psyche auswirken, sowohl beim Mensch als auch beim Tier. Warum sollte also kein Effekt da sein?

Klassische Musik für besseren Käse?

Ein Käsehersteller aus der Schweiz hat nun beschlossen, diese Systematik bei der Reifung seiner Käselaibe anzuwenden. Er argumentiert, dass Käse ja durch Käsekulturen reife, also durch lebendige Bakterien, die auf Einflüsse aus ihrer Umwelt reagieren. Warum sollten diese Bakterien also nicht auch auf die beruhigende Wirkung von klassischer Musik reagieren?

Seiner Meinung nach sei ein Käse, der mit Kompositionen von Wolfgang Amadeus Mozart beschallt wurde, lieblicher und frischer, sogar fröhlicher als ein Käse, der den rockigen Sounds von AC/DC ausgesetzt war, erklärt der Hersteller im Interview. Ob die Theorie stimmt, ist aber noch nicht bewiesen. Wir sind aber trotzdem gespannt und überlegen mit Ihnen, wie dann wohl Käse mit Einfluss von Strauss schmecken würde.

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