Das 100. Geburtsjahr Leonard Bernsteins

Am 25. August 2018 wäre er 100 Jahre alt geworden: einer der größten Komponisten, Dirigenten und Pianisten der amerikanischen Musikgeschichte. Die Rede ist natürlich von keinem anderen als Leonard Bernstein, der für Musicals wie On the Town, Candide oder West Side Story verantwortlich zeichnete. Wir feiern das hundertste Geburtsjahr des Querdenkers und Pioniers.

Gastdirigent, Komponist, Weltstar

Dass Leonard Bernstein ein Weltstar war, wurde nicht nur jedem, der am 25. August diesen Jahres auf Google ging bewusst, sondern zeigt sich auch an den zahlreichen Auszeichnungen und Preisen, die der 1918 in Lawrence im US-Bundesstaat Massachusetts geborene Louis Bernstein, wie er mit bürgerlichem Namen hieß, im Zuge seiner langjährigen Karriere gewann und verliehen bekam.

So war Bernstein unter anderem von 1958 bis 1969 der erste US-amerikanische Musikdirektor des überaus erfolgreichen und bekannten New York Philharmonic Orchestras, bei dem er auch immer wieder als zweiter Dirigent in Erscheinung trat. Außerdem war er bis zu seinem Tod 1990 immer wieder Gastdirigent bei den Wiener Philharmonikern und dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, was auch seine große Beliebtheit im deutschsprachigen Raum erklärt.

Leonard Bernstein: der begeisterte Lehrer

Bernstein verschrieb sich auch früh der Bildung. Mit seiner Fernsehserie “Young People’s Concerts”, also “Konzerte für junge Leute”, leisteten er und das New York Philharmonic Orchestra einen wichtigen Beitrag zur musikalischen Bildung von Kindern und Jugendlichen. In insgesamt 53 Konzerten schaffte es der geborene Entertainer, Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit seiner einnehmenden, lustigen und charismatischen Art zu fesseln und ihnen die Grundlagen der Musik nahezubringen.

Sein Engagement brachte ihm 973 sogar eine Einladung an die Harvard Universität ein, bei der er eine sechsteilige Vorlesungsreihe namens “The Unanswered Question” hielt. In dieser Vorlesung erläuterte er die Grundlagen der Musik analog zu Noam Chomskys linguistischen Forschungen – eine überaus erfolgreiche Vorlesung, die auch heute noch in diversen linguistischen und musikalischen Arbeiten zitiert und referenziert wird.

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