Kennen Sie die Klaviersonate Nr. 14 von Ludwig van Beethoven? Nein? Doch, kennen Sie bestimmt. Und zwar unter ihrer geläufigeren Bezeichnung als “Mondscheinsonate” – ein Stück, das in unserer Sammlung beliebter und berühmter Kompositionen auf gar keinen Fall fehlen darf.

Aber was genau steckt hinter diesem Stück von 1801, das bei so vielen Orchestern im Standard-Repertoire ist und von Anfängern und Fortgeschrittenen in der einen oder anderen Version gerne gespielt wird? Wir haben es uns genauer angesehen.

Die Geschichte der Mondscheinsonate

Die Mondscheinsonate ist in drei Sätze aufgeteilt. Der erste Satz bestehend aus 69 Takten, ist in cis-Moll, was ihn schwer und ruhig wirken lässt. Der zweite Satz ist in Des-Dur, was die 60 Takte deutlich frischer und fröhlicher wirken lässt. Hier findet auch ein Wechsel zum 3/4-Takt statt. Der letzte und mit 200 Takten längste Satz ist wieder in cis-Moll und im 4/4-Takt.

Der sehr langsame erste Satz diente damals wie heute vor allem in der Literatur als Inspiration für diverse Interpretationen. Die meisten gehen in Richtung Trauermarsch oder, im Falle der Interpretation des Musikschriftstellers Ludwig Rellstab, auf die Nacht. Rellstab gab an, dass er sich beim Hören des ersten Satzes an eine nächtliche Bootsfahrt auf dem Vierwaldstättersee zurück erinnerte – ein Bild, das den ruhigen, dunklen Charakter des ersten Satzes sehr gut beschreibt, ohne ihn allzu morbide wirken zu lassen.

Eines der beliebtesten Klavierstücke

Schon zu Beethovens Lebzeiten war die Mondscheinsonate eines der beliebtesten Klavierstücke, da es durch die langsame Spielart mit kleinen Abwandlungen auch für Anfänger gut geeignet war, um die verschiedenen Griffe und Tonalitäten zu lernen. Jedoch ist bis heute unklar, ob die Angabe, das Stück “zart und ohne Dämpfer” zu spielen bedeutet, man solle das Stück allgemein mit dem Pedal spielen, oder mit nur einem einzigen Pedal, das man das ganze Stück über gedrückt hält.