Mackie Messer kommt ins Kino

Dass klassische Musik auch von Literaten und Musikern in Kombination geschrieben werden kann, bewiesen Bertold Brecht und Kurt Weill mit der berühmten Dreigroschenoper und der bis heute sehr beliebten “Moritat des Mackie Messer”, die aus dem Stück stammt und von diversen Bands, Orchestern und Ensembles gecovert oder neu aufgenommen wurde – sogar von der deutschen Metal- und Hard Rock-Band Rammstein, die das Lied in ihrem letzten Album auf dem Song “Haifisch” paraphrasierten.

Nun kommt das Meisterwerk der klassischen Literatur und der klassischen Musik endlich in die Kinos – mit einem Casting, das sich sehen lassen kann.

Alles, was Rang und Namen hat

Der Film, der quasi ein “Making of” der ersten Aufführung des bis heute erfolgreichsten Theaterstücks aus Brechts Feder ist, kommt mit einem wahren Staraufgebot daher. So spielt Lars Eidinger, den man unter anderem aus den Hitserien Sense8 (Netflix) und Babylon Berlin (Sky) kennt, die Rolle des Bertolt Brecht. Tobias Moretti, den man unter anderem aus Till Schweigers “1 1/2 Ritter: auf der Suche nach der hinreißenden Herzelinde” kennt, übernimmt die Rolle des Antagonisten und Gauners MacHeath und Joachim Król, der eine Zeit lang der Frankfurter Tatort-Kommissar war, spielt den Bettlerkönig Peachum.

Auch musikalisch auf höchstem Niveau

Und auch musikalisch bietet die Verfilmung von Joachim Lang nur das Beste, was die kontemporäre klassische Musik zu bieten hat. Neben der orchestralen Unterstützung singt so zum Beispiel der Sänger Max Raabe die wundervolle “Moritat des Mackie Messer” und gibt damit dem wohl wichtigsten und bekanntesten Lied des Stücks seine markante Note.

Making of statt Neuverfilmung

In Langs Verfilmung geht es übrigens nicht darum, die Geschichte von MacHeath zu erzählen, sondern vielmehr die Geschehnisse hinter der ersten Verfilmung des Stücks von 1931. Damals wurden Brecht und Weill aus der Produktion des Films herausgedrängt, da die Produktionsfirma leichte Kost wollte, die beiden Autoren jedoch ein politisches Statement.